„Wenn der Hype aufhört, beginnt die Realität“

Der österreichische standard meldete bereits vor drei Jahren, dass der Softwareentwickler und US-Verleger Tim O’Reilly ein Ende des Web 2.0 prognostiziert hat. Dies scheint inzwischen eingetreten zu sein, denn man redet wenig über Web 2.0 und mehr über Social Media. So hat denn die eine Hype die andere abgelöst. Von einer Phase der Konsolidierung ist also weniger auszugehen; es wird nur ab und an eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Dem würde wohl Tim O’Reilly, der als Erfinder des Begriffs „Web 2.0“ gilt, auch nicht bestreiten können.

CC-Quelle: http://www.flickr.com/photos/thomashawk/153656919/

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Zu damaligen Web 2.0 Expo kamen mehr als 2.500 Teilnehmer. Tim O’Reilly ging davon aus, dass die viele Geschäftsgründungen im Web 2.0 wohl keine längerfristige Perspektive hätten. Damit lag er wohl richtig, aber es immer so, dass neue Geschäftsgründungen keine Perspektiven haben, außer für die wenigen, die mit neuen Geschäftsgründungen Erfolg haben.

„Wenn der Hype aufhört, beginnt die Realität“, mit diesem Spruch könnte Tim O’Reilly in die Welt der ewig gültigen Wahrheiten vorstoßen. Auf der Web 2.0 Expo hoffte er aber noch auf eine Konsolidierung des neuen Internets. So könnte man sich vorstellen, dass Fotos automatisch vom Handy ins weltweite Netz publiziert würden. Solche Erwartungen sind längst eingetreten, doch sie reißen keinen mehr vom Hocker. Denkbar waren für Tim O’Reilly auch Autoversicherungen, die ihre Tarife nach dem Trafik berechnen, der ihnen über einen mit dem Internet verbundenen Bordcomputer gemeldet wird. Schon damals war klar, dass diese Ideen mit dem Datenschutz in Konflikt kommen können. Allerdings wünschen viele Politiker solche Bordcomputer; schließlich gibt es sie bereits bei den Brummis.

Die Web 2.0 Hype geht also weiter: Social Media und umfassende Internet-Anwendungsmöglichkeiten stehen weiter auf der Agenda.

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