Kleine Gewerkschaften stören die Abläufe in Wirtschaft und Gesellschaft, weil sie unberechenbar sind und vorgegebenen Konsens-Modellen widersprechen. Kleine Gewerkschaften sind aber auch sehr erfolgreich, wenn sie ihre Mitglieder zum gemeinsamen Handeln motivieren und lange Durststrecken durchhalten können. Das kann man in Deutschland nicht nur bei Angestellten mit hohem Sozialstatus und gutem Einkommen (z.B. Ärzte oder Flugpiloten) feststellen, auch die vergleichsweise kaum beachteten Lokführer haben das Potential, bessere Rahmenbedingungen und bessere Bezahlungen erreichen, als die gewerkschaftlichen Groß-Organisationen in ihren Bereichen. Jüngste Misserfolge der Großorganisation Verdi bei Erziehern und Postangestellten machen erneut deutlich, dass kleinere Organisationen tatsächlich mehr erreichen können. Doch das neue Tarifeinheitsgesetz soll den kleinen Gewerkschaften dies erschweren oder unmöglich machen. Hintergrund dieser aktuellen Tendenzen sind Begriffe aus der politikwissenschaftlichen und politischen Diskussion, die bis weit in die 1950er-Jahre zurückreichen. Um den aktuellen Konflikt um Tarifeinheit und Streikrecht besser einordnen zu können, muss man sich auch mit Begriffen wie Korporatismus, Sozialpartnerschaft oder „konzertierte Aktion“ beschäftigen. Weiterlesen »

NEIN von BILD, NEIN zu BILD

NEIN von BILD, NEIN zu BILD

Die Griechen haben es in der Hand, sie können nicht nur den europäischen und deutschen Super-Europäern die rote Karte zeigen. NEIN, sie können sogar den ewigen Bild-Chef Kai Dieckmann abservieren: Einfach nicht mit NEIN stimmen, schon sind sie zwar nicht den Euro, aber Kai Dieckmann los. Denn der Chef von Bild bietet über Twitter seinen Rücktritt an, wenn die Griechen am Sonntag nicht mit NEIN stimmen Weiterlesen »

Amazon-Link Streikrecht

Amazon-Link Streikrecht

Mitte des Monats Mai 2015 kommt es zu einer merkwürdigen Koinzidenz (Zusammentreffen von Ereignissen) in Deutschland. Am Donnerstag wird der unbefristete Streik der Lokführer und ihrer Gewerkschaft GDL überraschend beendet; am Freitag wird im deutschen Bundestag ein Tarifeinheitsgesetz kontrovers diskutiert und mit deutlicher Mehrheit verabschiedet. Kritisiert wird am Tarifeinheitsgesetz, dass es darauf abzielt, mögliche Erfolge kleiner Gewerkschaften wie der GDL zu unterbinden, womit das grundgesetzlich geschützte Streikrecht beschädigt würde. Während die Redner im deutschen Bundestag noch darüber streiten, ob die Vorbereitung des Tarifeinheitsgesetzes die Konflikte bei der Bahn verschärft hat, beginnt dort ein Schlichtungsverfahren, bei dem die Arbeitgeberseite zugestanden hat, dass auch ein Ergebnis möglich ist, das konkurrierende Tarifverträge für gleiche Beschäftigungsgruppen zulässt. Hat die rein staatliche Bahn eine Verabredung getroffen, die das Tarifeinheitsgesetz aushebelt? Oder ist dies nur ein weiterer Trick, um die lästige kleine Lokführergewerkschaft zu eliminieren? Weiterlesen »

ökologischer Fussabdruck

ökologischer Fussabdruck:Ökosandale auf Tropenholz

Neulich saß ich ganz stolz mit meinem Freund Michael auf meiner neuen Terrasse. Zufrieden wies ich darauf hin, dass ich wegen der besseren Haltbarkeit als Holzboden Tropenholz hatte verlegen lassen. Michael verzog das Gesicht: Bei sich habe er einheimischer Hölzer verlegen lassen, man sollte auch an seinen ökologischen Fußabdruck denken. Betroffen dachte ich an all die schönen Wälder, die wegen der vielen Terrassenbretter und der vielen Gartenmöbel abgeholzt werden müssen. Doch war mein schlechtes Gewissen wirklich angemessen? Weiterlesen »

Auf dem Weg zur Re:Publica

Auf dem Weg zur Re:Publica

Wer sich Ende des Vormonates schnell entschlossen hatte, zum Monatsanfang nach Berlin zu fahren, um an der re:publica teilzunehmen, der wird wohl kaum damit gerechnet haben, dass sowohl eine Anfahrt mit der Bahn wie auch ein Aufenthalt in Berlin zum Verkehrsproblem werden könnte.

Die Lokführer, die in der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) organisiert sind, hatten eher kurzfristig für die Woche bis Sonntag (10.5.) einen umfassenden Streik angekündigt, der nicht nur für die Anreise, sondern auch für den Aufenthalt in Berlin relevant wurde. Denn der S-Bahn-Ring um das Berliner Stadtzentrum wurde komplett deaktiviert, was für volle U-Bahnen und U-Bahnhöfe sorgte. So wurden die Veranstalter, Teilnehmer und Referenten der re:publica jeden Tag (Di 5.5 bis Do 7.5.) mit der Realität einer sehr bunten und vollen Großstadt und auf Tuchfühlung mit ganz unterschiedlichen Menschen gebracht. Hat dieser Realitätsbezug die re:publica beeinflusst oder lässt sich der normale Re:publicaner von den Widrigkeiten des Alltags nicht beeindrucken? Weiterlesen »

Frühling in Berlin

Berlin im Frühling

Es ist Frühling in Berlin und es scheint eine gute Entscheidung zu sein, mal wieder die Hauptstadt zu erleben. Doch nicht der Berliner Frühling sondern Fragestellungen mit Bezug auf Big Data und Gedöns sollen Thema dieses Blogbeitrags werden. Gedöns ist ein eher negativ besetzter Alltagsbegriff, der gerne als Abwehrargument verwendet wird, wenn ein Gesprächspartner anscheinend Unwichtiges nicht recht einzuschätzen weiß. Genau so schwammig ist der Begriff Big Data auch, aber niemand hat bisher den Globaltrend Digitalisierung mit Unwichtigem in Verbindung gebracht. Weiterlesen »

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Das Kommunikationstraining setzt ein Kommunikationsmodell voraus. Gerne beim Kommunikationstraining wird das Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun genutzt: das Kommunikationsquadrat. Kommunikationstraining auf Basis vom Kommunikationsquadrat bedeutet, dass man vier Seiten beim Kommunikationstraining einübt:

  • Die Sach-Ebene beim Kommunikationsquadrat umfasst alle Sachaussagen und prüfbare Fakten, die in der Kommunikation enthalten sind.
  • Die Selbstoffenbarung beim Kommunikationsquadrat vermittelt unbewusst und bewusst das  Selbstbild des Kommunizierenden.
  • Gleichzeit macht der Kommunizierende auch Aussagen über die Beziehungs-Ebene: Wie sieht er seine Beziehung zum Kommunikationspartner?
  • Schließlich sorgt ein gutes Kommunikationstraining für den angemessenen Appell-Charakter der Kommunikation.

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Jeder möchte gerne individuell Urlaub machen. Ohne Stress und lange Anreise kommt man am Urlaubsort an, findet dort ideale Bedingungen für Entspannung und Erlebnismöglichkeiten vor. Das Klima ist angenehm, Kommunikationsmöglichkeiten sind wie gewünscht leicht zu finden und man möchte am liebsten den Urlaub endlos verlängern. Allerdings zeigt die Urlaubspraxis, dass diese Wünsche meilenweit von der Realität entfernt sind. Woran das liegt, soll an anderer Stelle geklärt werden. Ich möchte nur auf eine andere Art von Urlaub verweisen, wie ich sie sehr häufig auf Gomera erlebt habe:

Gomera

Gomera

Das Gomera-Prinzip bei der Reiseplanung und Reisegestaltung kann allerdings bei fast jedem Urlaubs- und Freizeiterlebnis genutzt werden, um dieses hinsichtlich der oben geschilderten Erwartungen zu verbessern.

Wofür Gomera im Gomera-Prinzip steht

Der Verweis auf Gomera im Gomera-Prinzip ist allerdings hier nur als ein Verweis auf eine Art der Urlaubsgestaltung gemeint, die anders ist, als man sie durch Tourismus-Planung und Reise-Industrie gewöhnlich serviert bekommt. Weiterlesen »

Amazon-Link: Social Media MarketingPinterest, das soziale Netzwerk zum Verwalten, Genießen und Weitergeben von Bildern aus dem Internet, wird immer erfolgreicher, wenn es um soziale Netzwerke geht. Deshalb ist es für Unternehmen interessant über das Marketing mit Bildern via Pinterest nachzudenken. Pinterest kann hilfreich sein, wenn man seinem Online-Marketing auf die Sprünge helfen will.

Pinterest ist eine als Pinnwand gestaltete soziale Foto-Sharing-Website. Benutzer, die sich auch gerne bevorzugt über soziale Netzwerke bei Pinterest anmelden, haben die Möglichkeit, bei Pinterest Sammlungen von Bildern zu verwalten. Diese Bilder werden oft nicht selbst erstellt oder gestaltet, sondern aus dem Internet genommen und auf die eigenen Pinnwände (Pinterest-Boards) gepinnt, bzw. von dort aus repinnt (weitergegeben). Dieses Pinnen und Repinnen hat vor allem eine soziale Funktion und ist daher auch interessant für das Marketing von Unternehmen. Pinterest bestimmt sich als Mittel für Kommunikation und Inspiration in der bunten Internet-Welt. Ungeachtet der rechtlichen Probleme für die Nutzer, die fremde Bilder auf Pinterest-Boards posten, wird das Pinterest-Netzwerk noch an Akzeptanz gewinnen und mehr Beachtung nach sich ziehen. Weiterlesen »

Amazon Link: Logisches Denken

Amazon Link: Logisches Denken

Logisches Denken steht hoch im Kurs. Beliebt sind Krimis, wo der der Defektiv durch logisches Denken den Täter findet. Intuitives Denken und logisches Denken passen nicht so gut zusammen. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass wirtschaftliche Entscheidungen nur rational (vernünftig) sind, wenn sie durch logisches Denken zustande kommen. Psychologen bezweifeln, dass Menschen überwiegend auf Basis von logischem Denken handeln. Doch wäre es überhaupt gut, wenn wir unsere Entscheidungen allein auf logisches Denken gründen? Ist intuitives, also schnelles Denken nicht dem logischen Denken überlegen?

Zunächst möchte ich mal logisches Denken kurz definieren. Logisches Denken beruht auf Schlussfolgerungen, die im Einzelnen geprüft werden können. Wenn ein Täter im Krimi überführt wird, dann führt der Defektiv einzelne Tatsachen an, die jeweils für sich auch unabhängig überprüft werden können. Aus der Summe der einzelnen Tatsachen ergibt sich ein stimmiges Bild, das mehr oder weniger stark auf den Täter hinweist. Logisches Denken ist schlussfolgerndes Denken. Weiterlesen »

Heuristiken

Amazon-Link: Heuristiken Bauchentscheidungen

Mit Heuristiken sind Entscheidungsregeln gemeint, die kurz und prägnant funktionieren. Es ist umstritten, ob Heuristiken eher hilfreich oder eher schädlich sind, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Menschen entscheiden selten in Situationen anhand abstrakter Kalküle (ökonomischer Rationalität), weil es zu aufwendig ist alle relevanten Informationen zu beschaffen und diese auch noch einzelnen zu bewerten. Hier helfen unterschiedliche Heuristiken weiter, um zu einer schneller aber auch oft auch richtigen Entscheidung zu kommen.

Heuristik kommt als Begriff aus dem Griechischen und wird dort auch als Kunst verstanden. Mit wenig Zeitaufwand und begrenztem Wissen soll eine gute Lösung gefunden werden, die auch schnell umgesetzt werden kann. Heuristiken sind Vorgehensweisen, bei denen man mit begrenztem Wissen und auch mit teilweise unüberprüften Hypothesen hantiert. Heuristiken werden wiederholt und verstärkt angewandt, wenn sich bewähren und häufig zum Erfolg geführt haben. Weiterlesen »

Barrierefreiheit

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Barrierefreiheit ist eine Anforderung an technische Systeme, die im Zusammenhang mit dem Internet populär wurde. Als Kritik durch Verbände von Behinderten wurde formuliert, dass Webseiten und Webangebote nicht über Barrierefreiheit verfügen. Webseiten bauen Barrieren auf, die schlecht zu überwinden sind. Webseiten mit Barrierefreiheit sollen besser für die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen ausgelegt werden.

Welche Kriterien sollten für Barrierefreiheit gegeben sein? Man könnte an den Kriterienkatalog zur Barrierefreiheit denken, wie er für staatliche Stellen entwickelt wurde. Unter Barrierefreiheit wird die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit aller Lebensbereiche verstanden, die für alle Menschen in gleicher Weise gelten sollen. Alle Menschen sollen in gleicher Weise (auch das Internet) nutzen können, wenn sie hier wichtige Informationen und weiterführende Hilfestellungen bekommen können. Weiterlesen »

Marketing und Werbung

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Wer im Bereich des Marketings und der Werbung eine berufliche Ausbildung anstrebt, der interessiert sich häufig für eine Ausbildung zum Kaufmann bzw. Kauffrau für Marketingkommunikation. Dies ist ein offiziell anerkannter Ausbildungsberuf, der durch die Industrie- und Handelskammer gestaltet und geprüft wird. Dieser Ausbildungsberuf löst das Berufsbild des Werbekaufmanns ab. Damit entsteht die Möglichkeit, dass eine entsprechende Ausbildung nicht mehr nur in Werbeagenturen, sondern auch in anderen Dienstleistungsunternehmen für Marketingkommunikation stattfinden kann. Insbesondere durch das Internet-Marketing hat die Werbung sich deutlich von früheren Leitbildern gelöst.

In der beruflichen Praxis trifft man noch häufig den Werbekaufmann. Offiziell heißt der entsprechende Ausbildungsberuf inzwischen Kaufmann für Marketingkommunikation. Darin wird reflektiert, dass Werbung sich durch eine Vielfalt von Entwicklungen über das herkömmliche Verständnis von Werbung hinaus entwickelt hat. Insbesondere durch das Internet hat Werbung einen anderen Charakter angenommen. Sie ist interaktiver geworden. Kunden konsumieren nicht passiv eine Werbebotschaft, sondern gestalten in sozialen Netzwerken ihre Kommunikation, womit Werbung als selbstverständlicher Bestandteil einfließen kann. Weiterlesen »

Parapsychologie

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Die Parapsychologie ist ein Grenzgebiet der Psychologie und wird von den meisten Psychologen nicht als Bestandteil einer wissenschaftlichen Psychologie angesehen. Denn Parapsychologie enthält den Begriff „Para“, der aus Griechischen kommend mit „neben“ übersetzt werden könnte. Da auch die griechischen Begriffe „Psyche“ für Seele und „Logos“ für Lehre im Begriff Parapsychologie enthalten sind, könnte man also die Parapsychologie als Neben-Lehre der Seele auffassen. Jahrzehnte lang hat sich die Parapsychologie um eine wissenschaftliche Begründung ihres Gegenstandes bemüht, doch die Erfolge der Parapsychologie sind überschaubar geblieben. Weiterlesen »

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