Reputation Management bezeichnet die Aktivitäten, die jemand auf sich nimmt, um seine Reputation online nach vorne zu bringen. Hierzu gehören Social Media Dienste wie Facebook und YouTube dazu. Reputation Management hat also auch mit Video im Internet zu tun.

Videos im Web sind schon seit Jahren eines zunehmend beliebtere Internet-Nutzung. Dass dies auch etwas mit Reputation Management zu tun haben könnte, ist aber bisher noch nicht so stark beachtet worden.

Dabei sollte klar sein, dass schnell ein kritisches Video mit einem Handy erstellt ist und auf einer Videoplattform wie YouTube hochladen werden kann. Wenn so ein Thema interessant aufgegriffen wird, dann ist hier eine starke Resonanz zu erwarten, womit auch das Reputation Management gefördert oder behindert werden kann. Anzeichen für diesen starke Bedeutungszuwachs der Videos im Internet ist der starke Zuwachs der Nutzerzahlen bei Videoplattformen wie YouTube und ähnlicher Dienste, die häufigere Verwendung von Video-Clips in der Werbung auf Websites sowie die teilweise sehr starke Integration von Videos in redaktionelle Angebote auf Websites (insb. bei Blogs).[ad#ad-blog]

Die privat oder professionell erstellten Videos werden dabei auf die Videoplattformen hochgeladen und anschließend über die von den Plattformen angeboten Codestückchen in die eigene Website eingebunden und mit Schlagworten und ergänzendem Text versehen. Eine solche umfassende Vorgehensweise ist nötig, wenn Reputation Management mit Videos erreicht werden soll.

Schon vor längerer Zeit hat das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Uni Leipzig untersucht, welcher Bedeutung der Einsatz von Online-Videos für PR-Profis und Journalisten hat. Diese Ergebnisse sind natürlich für das Reputation Management wichtig. Resultat der Studie: Die PR-Branche hat im Vergleich zum journalistischen Bereiche einen deutlichen Nachholbedarf.

Die Leipziger Forscher haben für ihre Bewegtbildstudie 2008 eine Vielzahl von Journalisten und PR-Fachleute mit einen ausführlichen Fragebogen angeschrieben und von 1.063 Journalisten und 1.337 PR-Verantwortlichen diesen zurückerhalten. Es zeigt sich, dass die Journalisten sehr intensiv die Videoportale im Internet nutzen, sehr viel stärker als die PR-Verantwortlichen. Dies könnte ein Hinweis sein, dass man zur Förderung des Reputation Management stärker Videos einsetzen sollte.

Dies könnte sich bereits mittelfristig auf Reputation von Unternehmen und Personen auswirken, da die Journalisten offensichtlich stärker den Trend erkannt haben und diesen auch nutzen.

Bei der Video-Nutzung gibt es eine deutliche Diskrepanz unter den Befragten: 33 Prozent der Journalisten schauen (fast) täglich Bewegtbilder im Internet; bei den PR-Verantwortlichen tut dies nur jeder Fünfte. Ebenso klar liegen die Journalisten bei der aktiven Kommunikation vorn: Rund 60 Prozent arbeiten bereits mit Bewegtbild und weitere 12 Prozent haben konkrete Pläne dafür. Im Bereich Kommunikationsmanagement/PR wenden bislang nur 40 Prozent (also ein Drittel weniger) Video-Content an; weitere 14 Prozent planen entsprechende Aktivitäten.

Quelle: Ergebnisbericht der Studie. Downloadbar über http://www.bewegtbildstudie.de/

Um in Bezug auf seine Online Reputation zu untersuchen, ob schon Videos im Netz zu seiner Firma oder zu seinem Namen existieren, kann man am besten Google-Video (http://video.google.de/videoadvancedsearch?hl=de) benutzen. Denn Google bietet hier eine Suche über alle möglichen Videoplattformen im Internet. Man gibt einfach seinen Namen oder seine Firmenbezeichnung mit der genauen Wortgruppe ein. Jedes Reputation Management beginnt mit dem Reputation Monitoring.

Falls sich hier noch nichts im Bezug auf das eigene Reputation Management finden sollte, dann ist dies eine wunderbare Möglichkeit mit einem ersten Video seinen Namen oder seine Firmenbezeichnung zu „branden„, wie es die PR-Leute ausdrücken würden. Allerdings sollte man dieses Video von einem Profi anfertigen lassen, denn mit einem Amateurvideo könnte man sich mehr schaden als nutzen. Reputation Management sollte generell nicht amateurhaft wirken.

(Dieser Artikel zum Reputation Management mit Videos wurde ursprünglich auf
http://www.sund-services.de/blog/2008/11/04/videos-im-web-und-reputationsmanagement/
veröffentlicht und wird, weil die Ressource deaktiviert wurde, hier nun modifiziert publiziert. Reputation Management und Videos sollte weiter beachtet werden.

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