Das Web 2.0 gilt als Zeitalter des „user generated content“: nutzergenerierten Inhalte werden von normalen Surfern erstellt und ohne große Reflexion ins Internet gestellt. Dies kann für das Reputation Management dann zum Problem werden, wenn man nicht überlegt, dass solche Inhalte noch Jahre hinaus über Suchmaschinen auffindbar sind und der eigenen Reputation abträglich sein können. Unter Reputation Management versteht man alle Handlungen im Internet, die die eigene Reputation fördern oder behindern können. Das umfangreiche Bloggen auf einer eigenen Website, das Veröffentlichen von Fotos und Filmen bei Flickr oder YouTube, die rege Teilnahme an „social networks“ wie XING oder Facebook – all dies kann nach einer gewissen Zeit kaum noch überschaut werden und hat doch erhebliche Auswirkungen auf Reputation Management. Denn im Sinne vom Reputation Management sind solche unüberschaubaren publizistischen Tätigkeiten wohl kaum.[W_E_R_B-Block]

Eine Möglichkeit, hier den Überblick zu behalten und auch die vielfältigen Inhalte im Sinne vom Reputation Management zu bündeln sind sogenannte Lifestream-Dienste. Diese sammeln alle Daten, die zu einem Namen gefunden werden können und binden diese nach Bestätigung an einer zentralen Stelle im Internet auf einer Website ein. All diese nun im Sinne vom Reputation Management legitimierten Daten werden übersichtlich auf einer dem eigenen Namen und dem eigenen Unternehmen zugeordneten Profilseite angezeigt und können bei Bedarf um weitere Infos ergänzt werden.

Sehr bekannt in diesen Zusammenhang ist der amerikanische Anbieter „FriendFeed“. Die Nutzer geben ihre Aktivitätsfelder an und FriedFeed generiert daraus einen Feed, den man an Freunde oder Kollegen weitergeben kann. Bei FriendFeed müssen aber die eigenen Aktivitätsfelder genau angeben werden. Wenn man beispielsweise in einen fremden Blog einen Kommentar schreibt, dann wird dieser von FriedFeed zunächst nicht erfasst und kann damit auch oft nicht zur Verstärkung vom Reputation Management beitragen.

Einen etwas weitergehenden Ansatz hat der deutsche Anbieter myON-ID. Hier wird im Sinne vom Reputation Management angezeigt, welche Fundstellen es zum eigenen Namen gibt. Man kann diese Fundstellen als falsch oder richtig kennzeichnen und damit zunächst die geeigneten Fundstellen zur Förderung vom Reputation Management bestimmen. Nur die richtigen Resultate werden in das Profil zur Förderung vom Reputation Management aufgenommen. Hier können dann diese Fundstellen um zusätzliche Infos ergänzt werden. Man kann das Profil dann mit interessanten grafischen Elementen aufrüsten und übersichtlich gliedern. Auch in der kostenlosen Variante gibt es eine Subdomain-Adresse, die bei mir http://rainer-meyer.myonid.de/ heißt – also gemäß dem Muster Nutzer-Name.myonid.de aufgebaut ist. Diese Adressenart ist schon interessant, um Reputation Management und Suchmaschinen-Optimierung miteinander zu verbinden. Denn damit kann der eigene Name bei Google und Co. nach vorne gebracht werden, was auch dem Reputation Management dient.

Wer keine eigne Website hat, kann durchaus diese Adresse dann auf Visitenkarten drucken und an Freunde und Kollegen weitergeben. Das macht auf jeden Fall einen besseren Eindruck als eine Website, die aus Zeitgründen nicht gepflegt wird und keine aktuellen Inhalte aufweist. Ansonsten ist eine gute Website die beste Strategie zur Förderung vom Reputation Management.

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